Nationalparks Südafrika: Kalahari-Gemsbok-Nationalpark
Der Kalahari Gemsbok National Park ist ein 10.000 km² großer Nationalpark in Südafrika, etwa 260 km nördlich der Stadt Upington.
Der 1931 gegründete Park ist einer der größten geschützten Ökosysteme im südlichen Afrika. Da der Kalahari Gemsbok National Park direkt an den in Botswana gelegen Gemsbok National Park angrenzt und mit diesem inzwischen zum grenzüberschreitenden Kgalagadi Transfrontier National Park vereint wurde, sind hier noch ausgedehnte, jahreszeitlich bedingte Tierwanderungen möglich. Insgesamt stehen 42.000 km² unter Naturschutz. Es sind Bestrebungen vorhanden, den Nationalpark auch nach Namibia zu öffnen und das Schutzgebiet damit noch weiter auszudehnen, zumal - nachdem einige touristische Einrichtungen, wie z.B. die Übernachtungscamps Twee Rivieren, Nossob und Mata-Mata, geschaffen wurden - ein breites touristisches Interesse an diesem Gebiet besteht. Bislang jedoch ist der Nationalpark nur von Südafrika oder Botswana aus zugänglich.
Die Landschaft ist ausgesprochen wasserarm. Weite Gebiete des Park scheinen nur aus Sanddünen zu bestehen. Die Tierherden konzentrieren sich auf die normalerweise ausgetrockneten Flußbette von Auob und Nossob. Hier befinden sich eine Reihe von Wasserlöchern, die gegraben wurden, als südafrikanische Soldaten 1915 gegen die Deutschen Schutztruppen aufmaschierten. Die damaligen Windräder fördern auch heute noch Grundwasser herauf, so dass sich hier eine Reihe von südafrikanischen Tieren sehr gut beobachten lässt. Zu sehen sind u.a. Springböcke, Spießböcke, Gnus, Kuhantilopen und Elenantilopen. Im Park leben etwa 250 Löwen, die sich auf die nächtliche Jagd an den Wasserstellen konzentrieren. Gleichfalls zu sehen sind Löffelhunde, Tüpfelhyäne und Kronenducker. |